Bei der Diagnose von Epilepsie spielen vor allem zwei Untersuchungsmethoden eine zentrale Rolle: EEG und MRT. Sie ergänzen sich, da sie unterschiedliche Dinge sichtbar machen.
🧠 EEG (Elektroenzephalografie)
Das EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns.
🔍 Was wird gemacht?
- Elektroden werden auf die Kopfhaut geklebt
- Die Hirnströme werden aufgezeichnet (schmerzfrei)
📊 Was zeigt das EEG?
- Typische epileptische Muster (z. B. Spikes, Wellen)
- Veränderungen während oder zwischen Anfällen
- Hinweis darauf, wo im Gehirn der Anfall entsteht
✅ Vorteile
- Sehr gut zur Erkennung von Funktionsstörungen
- Kann auch im Schlaf oder als Langzeit-EEG durchgeführt werden
⚠️ Einschränkungen
- Kann trotz Epilepsie unauffällig sein
- Zeigt keine genauen strukturellen Schäden
🧲 MRT (Magnetresonanztomografie)
Die MRT erstellt detaillierte Bilder vom Gehirn.
🔍 Was wird gemacht?
- Du liegst in einer „Röhre“, die Magnetfelder nutzt
- Untersuchung ist schmerzfrei, dauert ca. 20–40 Minuten
🧬 Was zeigt die MRT?
- Strukturelle Veränderungen, z. B.:
- Narben (z. B. nach Verletzungen)
- Tumore
- Fehlbildungen des Gehirns
- Ursachen für die Epilepsie
✅ Vorteile
- Sehr genaue Darstellung der Gehirnstruktur
- Wichtig zur Ursachenklärung
⚠️ Einschränkungen
- Zeigt keine direkte Anfallsaktivität
- Nicht jeder Patient hat sichtbare Veränderungen
🧩 Zusammenspiel von EEG und MRT
- EEG → zeigt wie das Gehirn funktioniert
- MRT → zeigt wie es aussieht
👉 Erst zusammen ermöglichen sie eine sichere Diagnose und helfen bei der Planung der Behandlung.